Wenn's durchs Dach tropft – und durchs Vertrauen gleich mit…
In letzter Zeit klingelt bei uns öfter das Telefon – nein, nicht weil wir einen Pizza-Lieferservice aufgemacht haben, sondern weil viele Menschen uns um Hilfe bitten, wenn beim Bauen etwas schiefgelaufen ist.
Löcher im Dach? Alltag in Paraguay. Aber Achtung: Ein Pflaster reicht da nicht – da hilft oft nur ein neues Dach. Elektroanlagen, die so kreativ verlegt sind, dass selbst der Strom nicht mehr durchblickt? Kriegen wir in den Griff – Nachrüsten geht. Und dann gibt's noch die berühmten feuchten Wände… die kommen leider oft von fehlenden Dampfsperren1 oder fragwürdigen Materialien. Und das ist wie bei einem durchgeweichten Keks – retten lässt sich da nur noch wenig.
Wir hören dann Sätze wie: „Ich hätte nie gedacht, dass ich mal Angst vor Regen bekomme!" oder „Mein Baumeister ist abgetaucht – wahrscheinlich mit der Wasserleitung!" – und das tut uns ehrlich leid. Denn Vertrauen sollte man beim Hausbau nicht erst wieder einbauen müssen.
Aber machen wir uns nichts vor: Auch bei uns geht mal was schief. Dieses Jahr hatten wir zwei Wasserschäden – nicht, weil wir geschlafen haben, sondern weil hier manchmal selbst „beste Qualität" plötzlich ausläuft. Der Unterschied? Wir stehen dazu. Wir wischen nicht nur das Wasser weg, sondern auch das Problem.
Das Wichtigste für uns: Wir wollen, dass unsere Kunden auch Jahre später noch gern an uns denken – und nicht nur dann, wenn sie gerade einen Eimer unter ein Leck stellen müssen. Deshalb pflegen wir zu den meisten einen guten Kontakt – sogar nachdem das letzte Werkzeug eingepackt ist.
Denn auch wenn die meisten nur einmal im Leben bauen – dieser eine Versuch soll bitte kein Abenteuerroman werden. Außer natürlich, Sie stehen auf Spannung, Wasser und ein bisschen Stromschlag.
Und ganz ehrlich: Auch wenn wir gern helfen – wir haben kein eigenes Reparatur-Team für die Bausünden anderer. Deshalb nehmen wir nur die Fälle an, die sich gut zwischen unsere eigenen Projekte schieben lassen.
Eine Dampfsperre (oder Dampfbremse) ist eine Schicht, die verhindert, dass Wasserdampf in Bauteile eindringt. In heißen, feuchten Klimazonen wie Paraguay ist die richtige Platzierung der Dampfsperre entscheidend, um Feuchtigkeitsansammlungen in Wänden und Decken zu vermeiden. Nach DIN 4108 wird zwischen Dampfsperren (sd-Wert > 1500 m) und Dampfbremsen (sd-Wert zwischen 2-1500 m) unterschieden. ↩
